Der GCL (Gemeinschaft Christlichen Lebens) Diözesanverband Augsburg hat ein Gemeinschaftsgrab

Impuls bei der Einweihung des GCL-Grabes 20. 11. 2016
(von Dr. Bernhard Ehler, Kempten)
Die GCL ist zukunftsorientiert, sie weiht ein Grab ein! Das ist weder ironisch noch sarkastisch, sondern realistisch! Alles Leben läuft seit der Geburt auf den Tod zu: todsicher! Bedeutet das, dass alles, was uns im Leben wichtig ist, zerstört wird? Ist das Ziel unseres Lebens Untergang, Vernichtung?
Für Ignatius von Loyola hängt alles davon ab, dass wir „allein wünschen und wählen PuTTY SSH with key authentication , was uns mehr zu dem Ziel hinführt, zu dem wir geschaffen sind“. Dieses Ziel aber ist: „Gott, unseren Herrn zu loben, ihm Ehrfurcht zu erweisen und zu dienen und mittels dessen seine Seele zu retten“ (EB 23). Aus dieser Zielbestimmung haben wir den Spruch auf dem Gemeinschaftsgrab der GCL entwickelt:
„In allem die größere Ehre GOTTES suchen – in IHM das Leben in Fülle finden“.
Wer nur sein eigenes Glück, seine eigene Ehre sucht, steht angesichts des Todes vor der Katastrophe, vor dem Nichts. Nichts von dem, was man haben kann an Besitz und Macht hat Bestand über den Tod hinaus. Nur der, der von sich sagen kann „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ schlägt die Brücke über den Graben des Todes von diesem Leben hinein in die neue Dimension des Lebens, von der die Bibel in Bildern spricht.
„Nun könnte einer fragen: Wie werden die Toten auferweckt, was für einen Leib werden sie haben? Was für eine törichte Frage! Auch das, was du säst, wird nicht lebendig, wenn es nicht stirbt. Und was du säst, hat noch nicht die Gestalt, die entstehen wird; es ist nur ein nacktes Samenkorn, zum Beispiel ein Weizenkorn oder ein anderes. Gott gibt ihm die Gestalt, die er vorgesehen hat, jedem Samen eine andere.“ (1 Kor 15,35-38)
Samenkorn: es entlässt seine Lebensfülle, indem es seine Gestalt verliert.
Es geht also nicht um weniger, sondern um mehr Leben!
Wir haben jetzt schon Anteil am ewigen Leben in dem Maße, als wir Gott erfahren: jetzt beschränkt – nach dem Tod, wenn alle Begrenzungen wegfallen, ganz!
In der GCL bemühen wir uns, Gott immer mehr zu erkennen, damit wir in allem seine größere Ehre suchen können. Das ist Grund unserer Hoffnung, dass wir in ihm auch die Fülle des Lebens erfahren werden. Der Spruch auf dem Grab macht deutlich, worum es uns in der GCL geht. Er zeigt: wir sind tatsächlich zukunftsorientiert! Wir haben ein Ziel, das uns Kraft gibt für dieses Leben und Hoffnung auf das kommende.