Großes Interesse an der Veranstaltung: „Mitten im Leben der Tod, mitten im Tod das Leben“

„Mitten im Leben der Tod. Kehrs um! Mitten im Tod das Leben!“ Dieser Satz von Martin Luther war der Bezugspunkt für eine Veranstaltung zum Thema Sterben, Tod und Trauer mit Diakon Norbert Kugler, Leiter der Trauerseelsorge in der Diözese Augsburg und dem Liedermacher Pater Norbert Becker. So groß war die Resonanz, dass vielen Interessierten abgesagt werden musste.

Norbert Kugler erschloss dabei anhand des von Martin Knöferl geschaffenen Objekts das Trauerphasenmodell von Dr. Ruthmarejke Smedig. Norbert Becker sang Lieder zum Thema vor und lud zum Mitsingen ein.

Dr. Ruthmarijke Smeding beschreibt in ihrem Trauermodell „Gezeiten der Trauer“ 4 Phasen: Schleusenzeit, Januszeit, Labyrinthzeit und Regenbogenzeit. Die Phasen laufen nicht immer linear ab .Die „Gezeiten der Trauer“ sind charakteristisch für Nahbetroffene eines Todesfalls, also für die Menschen, die dem Verstorbenen am nächsten standen. Das Leben dieser Angehörigen verändert sich mit dem Tod eines geliebten Menschen schlagartig und es fällt ihnen meist schwer, sich anderen, nicht nah Betroffenen mitzuteilen. Die Gezeiten der Trauer sind nicht berechenbar und können spiralförmig stetig wiederkehren. Die Trauer der nächsten Angehörigen um den verstorbenen geliebten Menschen ist nie zu Ende. Die Menschen lernen aber im Laufe der Zeit mit der Trauer umzugehen und zu leben.

Mehr Infos erhalten sie bei der Kontaktstelle Trauerbegleitung in der Diözese Augsburg