Projekt Beschreibung

Am 05. Juli 2026 feierte der Neupriester Markus Hegewald in der Pfarrkirche St. Martin in Wettstetten seine Primiz.
Anlässlich dieser Feier stiftete er seinem Heimatort eine Stele. Das Kunstwerk, das nun auf dem Kirchenbuckl steht, soll Vorbeigehende zum Innehalten einladen. Im unteren Glasfeld ist der Primizspruch zu sehen „Unsere Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen; das Netz ist zerrissen und wir sind frei.“ (Psalm 124,7), im obersten die Feder des entflohenen Vogels.

Ein Primizspruch ist meist ein Vers aus der Bibel, den sich ein angehender Priester vor der Priesterweihe aussucht, der ihn bestenfalls dann sein ganzes Leben und Arbeiten lang begleiten soll. Er soll einem selbst Kraft geben, aber auch anzeigen, worauf es (ihm) als Priester ankommt, was ihm im Glauben und für den Umgang mit den Menschen wichtig ist. Markus Hegewald ist dieser Vers schon ein paar Jahre vor der Entscheidung Priester zu werden, immer wieder ins Auge gefallen und hat ihn seither immer wieder auf´s Neue inspiriert. Für ihn steht, wie man durch den Primizspruch erkennen kann, die Freiheit der Seele im Mittelpunkt. In unserem Leben gibt es immer wieder verschiedene Arten von Netze, die uns gefangen halten. Netze der Angst, des Perfektionismus, der falschen Erwartungen usw. Gott ist derjenige, der diese Netze zerreißt und uns die Freiheit schenkt – so die Überzeugung des Neupriesters. Die Stele mit dem Primizspruch lädt also Vorbeigehende ein sich dem (wieder) bewusst zu werden.

Stele zum Primizspruch von Markus HegewaldAm 05. Juli 2026 feierte ich, Markus Hegewald, in der Pfarrkirche St. Martin in Wettstetten meine Primiz. Es ist die erste Messe, der ein Neupriester vorsteht. Es war eine besondere und wunderbare Feier für mich persönlich, aber auch für die Gemeinde vor Ort.
Anlässlich dieses Festes stiftete ich meinem Heimatort eine von Martin Knöferl gestaltete Stele. Das Kunstwerk steht nun auf dem Kirchenbuckl, also bewusst an einem Ort, an dem viele Menschen täglich vorbeikommen – als Einladung, einen Moment innezuhalten. Im unteren Glasfeld ist der Primizspruch zu lesen „Unsere Seele ist wie ein Vogel dem Netz des Jägers entkommen; das Netz ist zerrissen und wir sind frei.“ (Psalm 124,7). Im obersten Glasfeld ist die Feder des entflohenen Vogels dargestellt.
Jeder Priester wählt vor seiner Weihe einen biblischen Vers, der ihn auf seinem Weg begleiten soll. Für mich wurde Psalm 124,7 zu diesem Leitwort. Dieser Vers hat mich schon Jahre vor meiner Entscheidung, Priester zu werden, immer wieder angesprochen und begleitet mich bis heute. Für mich steht die Freiheit der Seele im Mittelpunkt. In unserem Leben gibt es viele Netze, die uns gefangen halten: Angst, Perfektionismus, falsche Erwartungen oder Schuld. Ich habe immer wieder erfahren, dass Gott meine Netze zerreißt und mir Freiheit schenkt.
In den Gesprächen mit Martin Knöferl ist nach und nach die Idee für diese Stele gewachsen. Es war bereichernd zu erleben, wie aus dem Austausch über meinen Primizspruch und Martins künstlerischen Ideen Schritt für Schritt diese Stele entstand. So haben wir bewusst nur die Feder als Zeichen des Vogels gewählt – als Hinweis darauf, dass er bereits frei ist.
Ich wünsche mir, dass diese Stele viele Menschen zum Innehalten einlädt und ihnen Mut macht, darauf zu vertrauen, dass Gott auch heute noch Netze zerreißt und Freiheit schenkt.